Wir arbeiten in Veranstaltungen mit Videointerviews. Menschen mit Fluchterfahrung aus verschiedenen Herkunftsländern, Expert*innen und Institutionen sind involviert. All diese Personen haben einen hohen Stellenwert für blick weiter und stellen sich im folgenden näher vor.
Mitwirkende

Nasima
Afghanistan
Ich nehme an dem Projekt ‘Blickwinkel erweitern’ teil. Vielleicht ist ein Leben in Frieden und Freiheit das Recht aller Menschen. Ich wünsche mir, dass in allen Ländern dauerhafter Frieden und Sicherheit herrschen und dass auch in unserem Land Frieden herrscht.

Halkawt
Irak
Ich wurde im Herbst 1993 in Arbil, im Norden des Irak, geboren.
Ich nehme am Projekt ‘blick weiter’ teil, weil ich meine Geschichte teilen und anderen Menschen einen Einblick in meine Erfahrungen geben möchte. Durch meine Erlebnisse – von meiner Flucht nach Deutschland bis hin zu meinem neuen Leben hier – kann ich dazu beitragen, mehr Verständnis und Empathie für Menschen in ähnlichen Situationen zu schaffen. Außerdem ist es mir wichtig, meine Stimme hörbar zu machen und zu zeigen, dass jeder Mensch eine einzigartige Geschichte hat, die es wert ist, erzählt zu werden.
Als Kurde wuchs ich dort auf und entwickelte früh eine Leidenschaft für Erdkunde. Dies führte mich dazu, das Fach zu studieren und mich intensiv mit den geographischen Gegebenheiten unserer Welt zu beschäftigen. Mein ursprünglicher Berufswunsch war Lehrer, doch ich entschied mich, selbstständig zu arbeiten. Im Jahr 2019 fasste ich einen mutigen Entschluss: Ich kam nach Deutschland, um neue Möglichkeiten für meine Zukunft zu schaffen.
Seit fünfeinhalb Jahren lebe ich nun in Deutschland – genauer gesagt in Moers, Nordrhein-Westfalen. Mit viel Fleiß und Engagement lernte ich die deutsche Sprache und absolvierte eine Weiterbildung zum Busfahrer. Heute arbeite ich mit großer Zufriedenheit in diesem Beruf und sorge täglich dafür, dass Menschen sicher und pünktlich an ihr Ziel kommen. Neben meiner Arbeit bin ich ein vielseitig interessierter Mensch. Sport, Musik und das Lesen von Büchern gehören zu meinen großen Leidenschaften. Ob beim Trainieren, beim Genießen guter Musik oder beim Eintauchen in die Welt der Bücher – ich finde immer Wege, mich weiterzuentwickeln und Neues zu entdecken.

Ich heiße Daniel. Ich stamme aus einem Dorf 30 km südlich von der Hauptstadt Asmara.In meinem Heimatland war ich mehrfach im Gefängnis, ohne dass ich etwas verbrochen hatte.
Anschließend wurde ich zu dem endlosen Wehrdienst eingezogen. Meine Situation war ohne Aussichten, so dass ich gezwungen war, das Land zu verlassen.
Ich nehme an dem Projekt teil, weil andere damit Teile meiner Geschichte erleben können.
Daniel
Eritrea

Rama
Syrien
Ich bin Rama und wurde 1997 in Harasta, neben Damaskus, geboren.
Ich habe an dem Projekt teilgenommen, weil ich es wichtig finde, die andere Seite von Migration zu zeigen und wie es auch sehr gut laufen kann. Menschen aus vielen Ländern in der Welt brauchen eine Chance für ein besseres Leben und das ist genau was Deutschland gibt. Dafür ist Deutschland jetzt und für immer ein Teil unserer Zukunft. Egal wo wir sind, fühlen wir uns zu diesem Land zugehörig.Ich bin Informatik-Masterstudentin an der Uni Münster, außerdem Webentwicklerin beim CIT Münster, Nachhilfelehrerin sowie Übersetzerin und zukünftig noch viel mehr, hoffe ich.

Kamelo
Syrien
Mein Name ist Kamelo, ich wurde 1997 in Syrien geborenMein Engagement bei ‘blick weiter’ hat viele Beweggründe. Mein eigener migrantischer Hintergrund hat meine Sicht auf die Welt geprägt und mein Interesse an diesem Projekt geweckt. Es liegt mir am Herzen, jungen Menschen neue Perspektiven zu eröffnen und sie dazu zu ermutigen, ihren Horizont zu erweitern. Durch meine vielfältigen Erfahrungen in unterschiedlichen Bereichen möchte ich wertvolle Impulse setzen, Denkanstöße geben und zur Reflexion anregen.
Aktuell bin ich im Papageno in Münster-Hiltrup tätig, bevor ich ab Mai 2025 mit dem Joducus in Osnabrück in die Selbstständigkeit starte. Neben meiner Arbeit engagiere ich mich ehrenamtlich in verschiedenen Bereichen. Ich bin der erste und bisher einzige LGBTQ+-Sprecher in einem Integrationsrat in Deutschland und setze mich aktiv für die Rechte und Sichtbarkeit der Community ein. Darüber hinaus unterstütze ich als Asylhelfer verschiedene Organisationen, darunter den Integrationsrat, Ibdaa Femmes e.V. und IP e.V.

Lesia
Ukraine
Ich heiße Lesia und ich komme aus der Ukraine. Ich bin im Jahr 2022 nach Deutschland gekommen – nach dem Beginn des russischen Angriffskrieges gegen die Ukraine. Ich nehme an diesem Projekt teil, um meine Geschichte zu erzählen – eine Geschichte, die anderen hilft, Menschen wie uns besser zu verstehen.
Viele Menschen entscheiden sich aus unterschiedlichen Gründen für ein Leben im Ausland und bereiten sich sorgfältig darauf vor: sie sparen Geld, lernen die Sprache und machen sich mit der Kultur des Landes vertraut.
Bei mir war alles anders. Der Krieg hat mich völlig unvorbereitet getroffen. Ich floh in dem, was ich gerade anhatte, ohne zu wissen, wohin. Und schließlich landete ich hier – ohne Sprachkenntnisse, ohne Geld, hilflos und völlig überfordert.
Doch dann kam ein Moment, in dem mir klar wurde: Leiden ist einfacher als Entscheidungen zu treffen – aber es bringt mich nicht weiter. Nur ich kann für mich selbst sorgen. Nur ich kann den Kopf heben und weitergehen.
Schritt für Schritt habe ich begonnen, mein Leben wieder aufzubauen. Heute mache ich eine Ausbildung und arbeite nebenbei.
Interviewpartner*innen mit Fluchterfahrung
Die Interviewpartner*innen bringen vielfältige Perspektiven in das Projekt ein. Ihre Stimmen sind im Workshop zu hören und bieten persönliche Einblicke in Fluchterfahrungen, das Ankommen in Deutschland und die Wahrnehmung der eigenen Rechte.

Hêvron Ala
GGUA Münster
Ich habe Soziologie und Kommunikationswissenschaft an der Universität Münster studiert und bin seit 2017 bei der GGUA e. V. als Migrationsberaterin tätig.

Martina Liebsch
Katholisches Forum Berlin
Ich bin seit März 2020 Geschäftsführerin des Katholischen Forums „Leben in der Illegalität“ und der AG zur Bekämpfung des Menschenhandels der Deutschen Bischofskonferenz mit Sitz in Berlin. Gerne unterstützte ich das Projekt von Verena Schumacher, da es notwendiger denn je ist, über Migration und Flucht zu sprechen, die Hintergründe zu verstehen und die Fakten zu wissen.

Benedikt Kern
Kirchenasyl NRW
Ich bin Theologe und arbeite für das Ökumenische Netzwerk Asyl in der Kirche NRW. Ich unterstütze das Projekt 'blick weiter', weil die zunehmend repressive Abschottungs- und Abschiebungspolitik eine Perspektive der Solidarität entgegenstellt bekommen muss.
Expert*innen und Praktiker*innen
Die Expert*innen und Praktiker*innen kommen aus verschiedenen Bereichen der Migrationsarbeit und bringen wertvolle Erfahrung aus langjährig aktiven Institutionen ein. Ihr Wissen bereichert den Workshop mit professionellen Einblicken und praxisnahen Blickwinkeln.
Mitwirkende der Interviews

Suleyman Tarinci
Videograf
Hallo, ich bin Suleyman Tarinci. Ich bin nach meinem Abschluss beim Film-
und Fernsehen in der Türkei nach Deutschland gezogen.

Azaryon
Dolmetscherin
Hallo, mein Name ist Azaryon. Ich habe als Übersetzerin an diesem tollen Projekt teilgenommen.
Unterstützende und beratende Institutionen






